Als Zentrum des Centre-Alsace liegt Colmar (67 000 Einwohner) nahe bei Deutschland und der Schweiz - zwischen Straßburg und Basel und zwischen den Vogesen und dem Rhein.
Trotz ihrer bewegten Geschichte hat die Stadt die ungewöhnliche Einheitlichkeit ihres historischen Zentrums bewahren können, das unter Denkmalschutz gestellt und restauriert wurde und auf Dauer erhalten werden soll.
Die Fußgängerzone - eine der größten Europas - ermöglicht es den Besuchern, die zahllosen Reichtümer eines Kulturerbes zu besichtigen und zu bewundern, das die Zeit vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert umfaßt.
Ob es das Kopfhaus Maison des Têtes (Anfang des 17. Jahrhunderts) ist, das seinen Namen den 111 Köpfen an seiner Fassade verdankt, oder das Pfisterhaus Maison Pfister, ein schönes bürgerliches Wohnhaus aus der Renaissance mit einer mittelalterlichen Konzeption, jedes dieser Bauwerke ist in seiner Art einzigartig.
Die religiöse Kunst ist in Colmar ebenfalls stark vertreten: die Dominikanerkirche l’Eglise des Dominicains und die Stiftskirche Collégiale Saint-Martin sind Ergebnisse einer reinen und maßvollen Gotik von großer Klarheit.
Beim Gang durch die Straßen kann man sich auch die zahlreichen schönen Laden- und Wirtshausschilder und die Dächer in ihrem abwechslungsreichen Farbenspiel ansehen oder am Quai de la Poissonnerie entlangschlendern.
Früher war hier in dem malerischen Viertel, das Klein-Venedig, Petite Venise, genannt wird, das Zentrum für Fischerei und Fischverkauf.

